Reisen

Cheeseburger in Paradise

Paradiesisch war die Landschaft auf Hawai´i, aber die Reise begann nicht so. Von vorne: Der Taxifahrer begrüßte uns mit den Worten "Oh, I hate taking you there", als wir ihm am Flughafen in Kahului das Ziel nannten. Das Banana Bungalow Hostel lag zwar nicht ideal, bot aber jeden Tag kostenlose Touren auf der Insel an. Für uns, als Studenten, war das damals überzeugend. Wir ließen uns trotz der Warnung hin bringen und konnten dann anstatt der ganzen gebuchten Woche tageweise entscheiden, ob wir bleiben wollten. Wir entschieden uns erst einmal zwei Nächte zu bleiben, um am nächsten Tag die Hana-Tour machen zu können. Die gibt es übrigens auch heute noch, immer am Dienstag. Mein Freund Yorck war übrigens auch schon in dem Hostel und ihm hat es gefallen.

Hana Tour

Wer nicht surfen ging und dafür im Hostel wohnte, nahm an den Touren teil. Es gibt zwei Bullis mit jeweils 15 Plätzen. Die Fahrer waren unwesentlich älter als wir, hatten eine Hand meistens am iPod. Was fühlte ich mich wohl, wissend, dass wir über sehr viele Brücken mit nur einer Spur und um sehr viele Kurven fahren sollten. Es ist aber nichts passiert!

Unterwegs hielten wir bei Auntys Sandy's Banana Bread und ich kann auch zehn Jahre später noch sagen: so gutes Banana Bread habe ich seitdem nicht wieder gegessen! Auch zum Mittagessen hielten wir jemandem, der sich einen Pavillon mit Tischen in den Vorgarten gestellt hatte und einen riesigen Grill hatte. An das Chicken Teriyaki erinnere ich mich auch heute noch. Leider habe ich dort kein Foto gemacht und mir den Ort nicht gemerkt.

Wir hielten an mehreren Stränden und hatten am Ende die Wahl, ob wir durch einen Bambuswald zu einem Wasserfall wandern wollten, oder in den Pools at 'Ohe'o am Meer baden wollten. Wir entschieden uns für den Wasserfall.

Der erste Strand war Black Sand Beach am Waiʻānapanapa State Park. Wir zogen unsere Schuhe etwas weiter vom Meer aus und liefen barfuß zum Wasser. Großer Fehler! Die schwarzen, rundgeschliffenen Steinchen waren extrem heiß. Dafür hatte aber auch das Meer eine sehr angenehme Temperatur. Im State Park gab es noch Höhlen, in denen wir auch badeten.

Es folgte nach der Weiterfahrt die kurze Wanderung auf dem Pīpīwai Trail zum Waimoku Wasserfall. Der Wasserfall ist knapp 120m hoch und man wandert knapp drei Kilometer.

Auf dem Rückweg hielten wir in Hāna, um zum Kaihalulu Red Sand Beach zu gelangen. Der Zugang ist etwas versteckt und es gibt teilweise Seile, an denen man sich auf dem Weg festhalten kann. Belohnt wird man mit einer Bucht, die durch Felsen vom Wellengang geschützt ist.

Umzug nach Kaanapali

Zurück im Hostel kümmerten wir uns um unser Abendessen in der Gemeinschaftsküche. Wir waren am Vortag mit dem Bus zum Einkaufen gefahren, was ziemlich lange gedauert hatte. Ohne Auto ist es auf den Inseln nicht unbedingt einfach. Nach dem Essen recherchierten wir, wohin wir kurzfristig umziehen könnten und die Wahl fiel auf das Aston Kaanapali Shores. Zusammen mit zwei anderen Deutschen, die noch eine andere Ecke der Insel sehen wollten, teilten wir uns ein Großraumtaxi für 80$. Im neuen Hotel hatten wir eine kleine Küche im Zimmer und gegenüber war ein Supermarkt, wo wir auch direkt für den Rest des Aufenthalts einkaufen gingen.

Fünf Nächte noch auf Maui - erstmal an den Strand. So hatten wir uns Hawai'i vorgestellt. Am nächsten Tag entschieden wir uns, einen Mietwagen zu nehmen, um die Insel besser erkunden zu können. Ein Cabrio sollte es werden. Gefühlt gab es da nur den Ford Mustang bei den Vermietern. Und fast hätte es geklappt, aber die Person vor uns in der Schlange bekam den letzten verfügbaren Mustang und wir mussten uns mit einem Chrysler Sebring zufrieden geben. Egal - wir waren mobil und es konnte losgehen. Auf unserer Liste standen: Iao Needle, Big Beach & Little Beach, Sonnenaufgang auf dem Haleakalā und der DT Fleming Park in Kapalua. Außerdem waren wir mit den beiden Deutschen zum Essen in Lahaina verabredet. Cheeseburger in Paradise hieß das Restaurant unserer Wahl.

   

Strände und die Iao Needle 

Unser erstes Ziel waren Big Beach & Little Beach im Süden der Insel. Eine knappe Stunde Fahrt pro Richtung, aber es hat sich gelohnt. Schöner heller Sand und eine Aussicht auf die Insel Kahoʻolawe. Vor dem Strand ankerte ein Segelboot. Das stelle ich mir auch sehr schön vor, von Insel zu Insel zu segeln und zu baden, wo es einem gerade gefällt.

Etwas südlich vom Hotel ist der Black Rock Beach. Hier schnorchelten wir und trafen im Wasser auf eine Schildkröte. Im Supermarkt hatten wir eine Einweg-Unterwasserkamera gekauft, aber die Bilder sind nicht wirklich etwas geworden. Abends waren wir wieder in Lahaina, diesmal aber bei Bubba Gumps Shrimp Company. Zum Nachtisch gab es Alabama Mud Pie, den wir zu zweit nicht mal schafften.

Am Strand des D.T. Fleming Parks, nördlich von Kaanapali in Kapalua durften wir freundlicherweise die Boogieboards unserer Strandnachbarn benutzen. Besonders talentiert waren wir allerdings nicht.

An der Iao Needle, einem 365m hohen Felsen hatten wir Glück mit dem Wetter. Es war nicht neblig oder bewölkt und wir hatten eine schöne Aussicht. Sie liegt im Iao Valley State Park, den man auf Kurzwanderwegen erkunden kann.

Sonnenaufgang auf dem Haleakalā

Die Dame am Empfang unseres Hotels riet uns zu einer frühen Abfahrt. Für die knapp 100 km brauchten wir gute zwei Stunden. Eigentlich wollten wir unsere Jacken mitnehmen, vergaßen sie aber im Zimmer. Immerhin hatten wir Pullover dabei. Dennoch war uns auf dem Gipfel sehr kalt! Sonnenaufgang war kurz nach Sechs und leider hatten wir danach nicht mehr viel Zeit, da es unser letzter Tag auf Maui war. Die Landschaft ist wunderschön und läd zum Wandern ein. Das werde ich beim nächsten Besuch definitiv nachholen. Aber für ein paar schöne Fotos hat die Zeit noch gereicht, ehe wir zurück mussten. Das Verdeck war unten, die Heizung an. So schnell würden wir nicht wieder in einem Cabrio fahren.

Vom Hotel aus brachte uns ein online gebuchtes Shuttle zum Flughafen, dass unterwegs allerdings noch sehr oft hielt und wir es so gerade noch schafften. Auf unseren Koffern waren später Sticker mit dem Wort Late. Im Flieger hatte ich dann auch den besten Fensterplatz in der letzten Reihe. Nicht.

 

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