Sport - 06.08.21

Endlich wieder Frankfurt City Triathlon

Nach einem Jahr Zwangspause wegen Corona fand am 1. August endlich wieder der Frankfurt City Triathlon statt. Nicht mit dem Rahmenprogramm wie sonst, aber hauptsache FCT! Lange kümmerte ich mich nicht um den Wettkampf, da ich aufgrund der Gesamtsituation und lauter Absagen von Radrennen nicht mit der Durchführung rechnete. Als ich dann im Mai mal auf die Webseite guckte, waren alle Disziplinen schon ausgebucht, aber für die Sprintdistanz gab es eine Nachrückerliste. Ein paar Wochen später hatte ich darüber auch schon meinen Startplatz und die Vorbereitung begann. 750m Schwimmen im Langener Waldsee, 28 km auf dem Rad und 5 km Laufen durch die Frankfurter Innenstadt lagen vor mir. Ziel: unter zwei Stunden bleiben.

Die Startnummern und Wechselzonenbeutel wurden mit der Post verschickt, die Wettkampfbesprechung fand am PC statt. Für den Rad Check-In der Sprintdistanz gab es zwei Optionen: am Samstag zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr oder am Sonntag zwischen 5:00 Uhr und 6:30 Uhr. Ich entschied mich für den Samstag, da die Sprintdistanz um 9:00 Uhr startete und knapp drei Stunden wollte ich am Langener Waldsee nicht warten. Das musste jedoch ein anderer Teilnehmer, der beim Check-In in der Schlange vor mir stand und seinen Helm und die Startnummer nicht dabei hatte. Es war sein erster Triathlon und da kann man so ein Detail mal überlesen.

Während ich beim Check-In war, kam endlich meine neue Schwimmbrille von themagic5 an. Über eine Woche hing das Paket in Paris fest und ich rechnete nicht damit, dass sie es rechtzeitig schafft. Mittels Gesichtsscan wurde die Brille passgenau angefertigt und soll komplett dicht sein. Ist sie bei mir leider nicht. Das ergab ein ausgiebiger Test am Abend im Freibad. Beim Abstoßen vom Beckenrand kommt immer etwas Wasser rein, aber beim Schwimmen ist es dann ok. Einen Startsprung kann ich mir damit gerade nicht vorstellen. Da ich beim Triathlon ja in den See laufe und weder springe noch mit abstoße, kam die Brille mit in den Beutel.

Am Sonntag fuhr mich Kristina freundlicherweise zum See, denn mit der S-Bahn hätte ich eine Stunde früher aufbrechen müssen. Den schwarzen Beutel mit der Kleidung für danach in den Container, den Schwimmbeutel auf die Wiese und ab zum Start. Dort hatten noch zwei andere Starter eine Brille von themagic5 und während einer völlig begeistert war, war die Brille beim anderen auch nicht komplett dicht. Im Vergleich zu den Vorjahren war es am Ufer sehr leer, weil Zuschauer nicht erlaubt waren und bei der Sprintdistanz auch nicht so viele Starter sind.

Man sollte sich nach Schwimmgeschwindigkeit aufstellen, wobei eine Zeit pro 100m besser gewesen wäre, als "schnelle Schwimmer" und "langsame Schwimmer". Nach dem Start sprangen die ersten drei ins Wasser, fünf Sekunden später die nächsten drei und dann traute sich niemand zu, ein schneller Schwimmer zu sein. So war ich dann auf einmal wenige Sekunden nach dem Start im See und hatte direkt Wasser in der Brille. Und zwar so viel, dass es nervig war und sich meine Gedanken erstmal um nichts anderes drehten. 

Bis zur ersten Boje schaffte ich es, einigermaßen gerade zu schwimmen. Nach der ersten Kurve fing ich dann an, mal wieder im Zickzack zu schwimmen und so zeigte die Uhr am Ende 814m anstatt 750m an. Es war bewölkt und die Sicht unter Wasser gering. Nach 16:59 min war ich wieder an Land und lief in die Wechselzone, wo ich knapp sieben Minuten verbrachte. Blos kein Stress.

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Auf der Radstrecke gab es dann erstmal schön Gegenwind. Und die Beine waren auch irgendwie schwer. Keine optimalen Voraussetzungen für eine gute Zeit, aber was sollte ich tun, ausser in die Pedale zu treten und dabei das Trinken nicht vergessen. Am Ende war ich zwei Sekunden langsamer als 2016.

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Nach dem Wechsel dann die Disziplin, die ich am wenigsten mag: Laufen. Glücklicherweise nur eine Runde. Vor zwei Jahren hatte ich zwei Krämpfe kurz vor dem Ziel, war aber auch ein Jahr lang keine zehn Kilometer am Stück gelaufen, weil das Knie immer Probleme machte. Die Krämpfe und Schmerzen in den Knien blieben mir dieses Jahr erspart, aber die Muskulatur machte sich bemerkbar. Ich bin das ganze Jahr über echt nicht viel Laufen gewesen.

Los ging es Richtung Alte Oper. Und das mal wieder viel zu schnell. Den ersten Kilometer schaffte ich mit einem Tempo von 5:13 min / km. Ich war so fokussiert, dass ich Kristina am Start der Strecke gar nicht sah. Der schnelle Auftakt rächte sich sofort und die nächsten drei Kilometer lag der Schnitt über 6 min / km. Dafür entdeckte ich jetzt an mehreren Stellen auch Kristina. Mit einer Zeit von 27:19 Minuten kam ich endlich ins Ziel und war damit im Schnitt schneller als 6 min / km. Gesamtzeit 01:47:08 h – Ziel erreicht!

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Wegen Corona gab es dieses Jahr keine Street Food Stände und es war in der Innenstadt auch nicht so voll wie sonst. Aber trotzdem war die Stimmung sehr gut und man wurde überall angefeuert. Im Ziel wartete Kristina mit etwas zu Essen und im Anschluss setzten wir uns an der Börse in ein Café und schauten den Läufern zu, da bis zum Check-Out der Räder noch drei Stunden zu überbrücken waren.

Für Coronazeiten haben die Organisatoren sehr gute Arbeit geleistet. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr!

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