Essen

Rum-Tasting in Mainz

Von meinem Bruder habe ich zum 30. Geburtstag einen Gutschein für ein Rum-Tasting geschenkt bekommen. Mein Bruder hatte es bereits mit meinem Onkel zusammen besucht und mir danach einen Plantation Barbados geschenkt, den ich sehr lecker finde. Weiterhin empfahl er mir den Botucal Single Vintage von 2000, den ich dann von den Jungs zum 30. Geburtstag bekam, allerdings die 2001er Version. Der ist sein Geld auch wert.

Zum Tasting ging ich mit meinem Freund Akito. Wir waren ja auch schon zusammen auf der InterWhisky und nun wollten wir uns ein bisschen dem Rum widmen. Das Event fand im Restaurant Kasematten in Mainz statt. Das Besondere daran ist, dass sich das Restaurant in einem Gewölbekeller befindet und eine Eventlocation ist. Also waren wir, 21 Gäste und die Organisatoren, beim Tasting ungestört. Insgesamt war es ein sehr schönes Ambiente.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde aller Teilnehmer ging es dann auch schon recht zügig an den ersten von fünf Rums: ein Dos Ron 8 Solera. Im Bourbonfass bis zu acht Jahre gereift und im Geschmack leicht scharf und holzig. Man schmeckt Vanille, Rosinen und Zitrusfrüchte heraus.

Zwischendurch erzählte der Leiter, Christoph, wie und wo Rum hergestellt wird, wie man ihn am besten trinkt, wo der Rum seinen Ursprung hat und lustige Geschichten aus der Welt des Rums. Zum Beispiel, wie es dazu kommt, dass manche Rumsorten farblos sind und andere sehr dunkel. Dazu wurden Zuckerrohr und Melasse herumgereicht, um einen besseren Eindruck zu erlangen. Die Melasse konnte man sogar probieren. Nicht so mein Geschmack. Das was später daraus wird, dann schon eher.

Der nächste Rum war Mount Gay XO von der Insel Barbados, aus der ältesten Distillerie der Welt. Der XO ist mindestens sechs bis zwölf Jahre alt und reifte in ehemaligen Jim Beam Fässern. Persönlich mein Favorit des Abends. Es folgte Don Q Gran Anejo von der Insel Puerto Rico. Dieser Rum kommt in einer besonderen Flasche. Wenn man sie umdreht, läuft Rum in den Deckel. Aus der Dominikanischen Republik kam der Atlantico Private Cask, welcher ein Blend aus drei Sorten Rum ist und sehr süß schmeckt. Der letzte Rum war der Angostura 1824 aus Trinidad und Tobago, welcher nach zwölf Jahren Reife von Hand abgefüllt wird. Hier konnte man Kakaonoten herausschmecken, was mir persönlich natürlich gefiel. Preislich lagen die Rums bei 25 € (Dos Ron), 40 € (Mount Gay und Atlantico) und 60 € (Don Q und Angostura).

Zum Abschluss gab es einen leckeren Cocktail, der mit Limettensirup und einem weißen Rhum Agricole hergestellt wird. Bei der Herstellung von Rhum Agricole wird frisch gepresster Zuckerrohrsaft und keine Melasse verwendet. Das Rezept wird den Teilnehmern in einem eigens für das Tasting hergestellten Buch mit auf den Weg gegeben und ich möchte es jetzt nicht dem Tasting vorwegnehmen. Im Buch werden ebenfalls noch zehn weitere Rums empfohlen, sowie Literaturtipps gegeben.

Das Seminar war sehr interessant und lecker und ich kann es nur weiter empfehlen. Das Foto unten spricht für sich.

  

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