Reisen

Kurzurlaub in der Champagne

Wie auch schon im Vorjahr, verschlug es mich mit den Jungs im Juni wieder in die Champagne. Dieses Jahr wählten wir Épernay als Ort unserer Unterkunft aus, um nah an der Avenue de Champagne zu sein. Unser Airbnb war schön eingerichtet und lag schön zentral, so dass wir innerhalb weniger Minuten in der Innenstadt, wie auch am Anfang der Avenue de Champagne waren. Nur die Matratze war nichts für meinen Rücken.

Nach der Ankunft gingen wir zu C Comme, wo man im Keller eine gute Auswahl an verschiedenen Weingütern hat, und im Erdgeschoss bei Käse und Foie Gras (wer es mag - ich nicht) Champagner probieren kann. Es gibt ein Probeset mit sechs verschiedenen Champagnern, die alle paar Wochen wechseln. Ein Glas kostet dann 6,25 €. Das ist so an der unteren Grenze für Proben, die woanders zwischen 6-12 € kosten.

Nach diesem gelungenen Auftakt zogen wir weiter zum Kreisverkehr, an dem die Avenue beginnt und probierten zwei weitere Champagner bei Champagne Janisson-Baradon et Fils. Hier erhält man einen Rabatt, wenn man nach einer Probe auch Flaschen kauft. Aufgrund der optimalen Lage unserer Wohnung, konnten wir vor dem Abendessen all unsere Einkäufe nach Hause bringen und gingen dann zum Restaurant La Grillade Gourmande, wo wir dieses Jahr endlich mal einen Tisch reservieren konnten. Im Vorjahr war es während unseres gesamten Aufenthalts ausgebucht. Nach dem Essen wussten wir auch weshalb. Die Wein- und Champagnerkarte ist sehr umfangreich, die Speisen exquisit. Wir wählten alle unterschiedliche Gerichte, dazu wurde uns passender Wein empfohlen und serviert. Preislich ist es ebenfalls human. Für vier Personen mit Aperitif, Vorspeise mit Wein, Hauptspeise mit Wein, Nachtisch und Digestif zahlten wir 339 €.

Am nächsten Morgen fragten wir bei der Touristeninformation nach möglichen Touren in das Weinanbaugebiet mit Kellertour und Probe. Unsere Wahl fiel auf die Vintage Tour und wir konnten sie am nächsten Morgen um 9:30 Uhr machen. Kostenpunkt: 69 € pro Person. In der Touristeninformation hatten wir auch die ersten Proben des Tages. Zwei Weingüter hatten Stände und je zwei verschiedene Champagner zur Verköstigung. Danach liefen wir die Avenue de Champagne hoch, kehrten bei Collard-Picard, sowie de Venoge, ein und hatten bei letzterem Weingut dazu eine Auswahl an Schinken, Käse und gegrilltem Gemüse. Nach einer kurzen Mittagspause liefen wir in die Innenstadt, wo an verschiedenen Orten Bühnen aufgebaut waren, da das Mittsommerfest gefeiert wurde. Hier blieben wir auch bis zum späten Abend.

Früh morgens stand die Vintage Tour an. Wir standen am Vortag mit den Veranstaltern über SMS in Kontakt. Zwei Geschwister haben das Unternehmen im Vorjahr gegründet und bieten nun verschiedene Touren mit einem alten Renault-Bus von 1980 an. Zusammen mit vier anderen Touristen fuhren wir erst in die Weinberge und erhielten dort Informationen über die Champagne und die verschiedenen Rebsorten und einige Hersteller. Ich bin hier mit Details bewusst sehr sparsam, denn die Tour soll ja nicht ihren Reiz verlieren. Nach einem Stop in Hautvillers (sehr idyllisch, vllt. mal etwas für den nächsten Trip) in der Kirche, in der Dom Pérignon begraben ist, ging es nach Pierry zu Vollereaux zur Tour durch die Produktionsgebäude und durch den Keller. Im Anschluss gibt es laut Programm drei Proben. Wenn man aber fragt, bekommt man auch noch die anderen Champagner zum Probieren. Die wissen ja auch, dass man nicht unbedingt blind kauft. Hat sich im Endeffekt für sie auch gelohnt. Neben drei Flaschen kaufte ich auch noch Gläser und Verschlüsse. Nach der Rückkehr gingen wir in Épernay essen und ich probierte die Schneckenpizza. Leider nicht so lecker, wie die Schnecken zur Vorspeise, aber bekannterweise macht ja der Versuch klug.

Am Nachmittag gingen wir zurück auf die Avenue de Champagne und kauften noch ein paar Flaschen für zu Hause ein. Am Abend gingen wir zum zentralen Parkplatz, wo ein großer Ballon ist, von dem aus man einen tollen Ausblick auf die Champagne hat. Tickets kosten hier 12 € ohne Champagner und 18 € mit. Bei zu starkem Wind wird der Service eingestellt, wir hatten jedoch fast Windstille und kaum Wolken am Himmel. Anschließend holten wir bei C Comme gekühlten Champagner und setzten uns mit kleinen Snacks aus dem Supermarkt in den Park und machten ein Picknick.

Sonntag konnten wir so lange wie wir wollten in der Wohnung bleiben und machten uns am späten Vormittag wieder auf den Weg nach Hause. Nach 4 1/2 Stunden waren wir wieder zurück in Frankfurt. Die Mautgebühr zwischen Saarbrücken und Épernay liegt übrigens bei knapp 20 € pro Strecke.  

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