Essen

InterWhisky 2019 - mit Rum nach Hause

Wie jedes Jahr läd die InterWhisky zum Herbstende in Frankfurt ein. War ich im Vorjahr noch wegen des Urlaubs in Mexiko verhindert, passte es dieses Jahr so gerade mit Ägypten und ich konnte die Messe am Sonntag besuchen. Mit dabei waren drei Freunde, von denen einer zum ersten Mal mit im Gesellschaftshaus des Palmengartens war. Erstmals kaufte ich mir den praktischen Glashalter, um nicht ständig das Glas in der Hand halten zu müssen. Ich weiß auch nicht, wie ich das in den Vorjahren immer ausgehalten habe. Das waren gut investierte fünf Euros.

Nachdem wir uns einen Überblick verschafft hatten, starteten wir an einem Stand, den wir zuvor nicht wirklich wahrgenommen hatten. Für drei Chips konnte man hier einfach alles probieren. Wir starteten mit vier japanischen Whiskys (2x Tottori, Fujimi und Hinotori), die aber alle unseren Geschmack nicht trafen. Optisch waren sie allerdings mit schönen Etiketten versehen. Nach diversen weiteren Whiskys (z.B. McCrae’s) landeten wir letztendlich bei Rum von Plantation, jeweils als Single Cask Collection. Zuerst fragten wir uns, was Rum auf der Whiskymesse zu suchen hat, aber durch Reifung in Whiskyfässern erhält man schon eine spezielle Note beim Geschmack, die das Angebot rechtfertigt. Die Varianten Jamaica und Trinidad hatten sogar einen rauchigen Geschmack von der Reifung in Fässern von Arran und Kilchoman. Leider nicht meins, aber Panama (Teeling Finish) habe ich dann mit nach Hause genommen. Einen 27 Jahre alten Rum hatte ich bis dahin auch noch nicht in der Sammlung. Bis zum Ende der Messe konnte ich den Einkauf auch bequem am Stand lagern.

 

Nach einer Stärkung durch die obligatorische Currywurst mit Whiskysoße landeten wir bei Bruichladdich. Hier gab es ein paar ältere Whiskys, zum entsprechenden Preis. Für zehn Coins probierte ich einen Single Malt Scotch von 1990, der 26 Jahre reifte. Die Flasche lag preislich bei 300 € und es gibt nur 18.000 davon. Hat mich leider vom Geschmack her nicht überzeugt. Für 50 € vielleicht, aber man bezahlt ja die Seltenheit.

Weiter ging es zu Mackmyra und ich probierte den Vintersol: Schwedischen Single Malt Whisky. Preislich ok bei vier Coins, geschmacklich habe ich nach dem Studium der Beschreibung etwas anderes erwartet. Fruchtiges Beerenaroma mit einem Anklang von sauren Drops, Vanille und Tabakblättern habe ich da leider nicht geschmeckt.

Im Begleitheft waren zwei Gutscheine für Bourbons. Die Namen sind mir entfallen und zum Glück waren es Gutscheine. Geschmacklich waren die überhaupt nicht meins.

Wir beendeten unseren Rundgang bei Dalmore, wo wir bei der Reise nach Schottland leider vor verschlossenen Türen standen. Dort sprach mich der Cigar Malt am ehesten an, weil er süßer ist, als die anderen Varianten. Allerdings erhält man bei anderen Whiskys ein besseres Preis-Leistungsverhältnis. Den 15 Jahre alten probierte ich auch - solide.

Die Uhr war schon recht fortgeschritten - auf einmal war die Messe vorbei. Mit meinen zurückgetauschten Coins wollte ich noch beim Wurststand Wagyu- und Angussalami kaufen, die ich in der Pause probiert hatte, allerdings war dort nichts mehr vorhanden. Ausverkauft! Der frühe Vogel fängt halt den Wurm. Das gilt auch für die eigene Abfüllung aus dem Fass, die es jedes Jahr an einem Stand gibt. Das war bei meiner Ankunft schon leer. Nächstes Jahr dann halt. Wir kommen wieder.

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