Essen - 11.01.20

Fischgrillseminar bei Santos in Köln

Beim Aufräumen fiel mir ein Gutschein für ein Fischgrillseminar bei Santos in Köln in die Hände, den ich mal zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte. Durch den Umzug nach Frankfurt und selteneren Aufenthalten in Köln geriet er leider in Vergessenheit und ich war mir nicht sicher, ob er noch gültig sei. Nach ein paar Mails mit Santos war klar: er ist noch gültig und so buchte ich mich schnell auf das nächste vom Termin her passende Seminar.

Insgesamt waren wir 34 Teilnehmer, die an drei Stationen die folgenden Gänge vorbereiteten:

Zum Beginn gab es als Gruß aus der Küche Flammkuchen und das erste Getränk. Jederzeit kann man sich während des Seminars weitere Getränke holen. Am Platz liegt die Schürze, die jeder Teilnehmer mit nach Hause nehmen kann und das Bier kann man sich praktisch in die Bauchtasche stellen, während man später das Essen vorbereitet. Das aufmerksame Personal achtet auch darauf, dass man sich nicht selbst um das nächste Getränk kümmern muss. Es führt auch mit Witz durch das Seminar und freut sich über Fragen der Teilnehmer.

Die Jakobsmuscheln wurden mariniert und zusammen mit Zitrusfrüchten in die Schale gelegt. Sie wurden dann bei indirekter Hitze gegrillt, bis sie eine Kerntemperatur von 48° C hatten. Sie waren die Vorspeise und wer wollte, bekam auch zwei. Lecker, aber viel Aufwand für kleine Muscheln.

   

Die Wolfsbarschfilets bekamen eine Panade aus Gran Padano, Panko, Knoblauch, Petersilie, Limettensaft und Eigelb. Auf gewässerten Zedernholzbrettern wurden sie auf dem Grill geräuchert, bis die Kerntemperatur bei 48° C lag. Die Bretter kann man bis zu zehn Mal benutzen. Der Fisch, sowie der Spargel mit dem Baconmantel, wurden dann noch mit flüssiger Butter übergossen. Mein geschmackliches Highlight des Seminars.

      

Großzügig schnitten wir die Thunfischsteaks. Hier hatte ich meine meine Aufgabe: Dressing für den Salat. 150 ml Apfelessig, 450 ml Öl, drei Löffel Senf und zwei Löffel Honig. Danach alles mit dem Stabmixer pürieren und fertig war das Dressing. Zusätzlich stand ich am Grill und habe die Thunfischsteaks gewendet. Hier haben wir vorher die Roste gewendet, um mehr Kontaktfläche zu haben. Nach dem Drauflegen warteten wir, bis sich die Steaks vom Rost lösen konnten, ohne dass etwas kleben blieb. Im Kern blieben sie roh. Jeder bekam zwei Scheiben vom Steak, wovon eine pur und die andere mit der Marinade gegessen wurde. Beides sehr gut. Dazu gab es Romano-Salat mit Kirschtomaten und dem Dressing.

   

Die Tintenfischtuben wurden mit Couscous und einer Gemüsemischung gefüllt: Angebratene Bratpaprika, Aubergine und Zwiebeln. Die gefüllten Tuben kamen in eine große Gußpfanne und teilweise auch direkt auf den Grill. Leider war der Geschmack etwas fad und die Tuben ziemlich gummiartig. Das Knoblauchbrot war dazu jedoch sehr lecker. Baguettes wurden längs aufgeschitten, mit angeschnittenen Tomaten bestrichen, um den Saft ins Brot zu kriegen und danach mit Knoblauchöl beträufelt. Die kamen dann auch auf den Grill.

        

Die Dorade wurde mit Kräutern gefüllt und bekam am Boden noch Alufolie, damit sie auf dem Blech standen und nicht umfielen. Hier kann man auch ein Stück Kartoffel nehmen. Die Fische kamen knapp 40 Minuten auf den Grill. Die Kartoffeln waren im Backofen vorgegart und wurden mit Löffeln ausgehöhlt. Damit wurde eine Kartoffelstampf-Käsemischung hergestellt, die wieder zurück in die Kartoffel kam.

  

Das Eis zur Nachspeise war wie beim Steakseminar. Auf einen Mürbeteigboden kam eine Scheibe Apfel, die in Amaretto und Ahornsirup eingelegt war. Darauf die Kugel Eis, umgeben von Baiser. Eine Minute bei 300° C auf dem Pizzastein in den Grill, bis der Baiser goldbraun ist.

    

Wie schon nach dem Steakseminar, war ich sehr zufrieden und kann es nur empfehlen.

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