Reisen

Am Ort der Katastrope von 1883: Krakatau

Das nächste Wochenende stand an und damit auch der nächste Ausflug. Dieses Mal war der Vulkan Anak Krakatau das Ziel. Anak bedeutet übersetzt Kind und der Vulkan entstand nach dem katastrophalen Ausbruch von 1883, bei dem über 30.000 Menschen durch einen Tsunami ums Leben kamen. Vom Anak Krakatau kann man zum Krakatau rüber gucken.

Die Anreise erfolgte mit öffentlichen Verkehrsmitteln, bis wir zu unserem gemieteten Boot kamen. Dazu mussten wir vier Stunden mit dem Bus an die Küste fahren, dort dann die letzte Fähre, weit nach Mitternacht, nehmen und auf Sumatra mit dem Angkot zum Anlegepunkt vom Boot. Wir waren wieder erst nach Sonnenaufgang beim Boot, konnten aber auf der Fähre zwei Stunden schlafen. Für den klimatisierten Raum mussten wir IDR 8000 Aufpreis zahlen, also weniger als einen Euro. Auf der ersten Insel haben wir kurz zum Schnorcheln angelegt und sind dann weiter zur Pulau Sebesi, wo wir unser Quartier hatten. Auf dem Weg sind wir an schönen Stränden vorbeigekommen. 

  

Auf Pulau Sebesi hatten wir wieder sehr einfache Hütten, dafür direkt am Wasser. Nachdem im Dezember 2018 durch den Vulkan wieder ein Tsunami ausgelöst wurde, vermute ich, dass es die Unterkunft nicht mehr gibt. Hier ist ein Bericht des BBC. Am Ende des Berichts ist übrigens noch ein Video, das ein Teilnehmer erstellt hat.
 
  
 
Etwas vorgelagert war eine kleine Insel und zu der sind wir mit unseren Taucherbrillen geschwommen. Pro Richtung hat das 20 Minuten gedauert und so habe ich am Wochenende auch ein wenig Sport gemacht. Auf der Rückseite der Insel war dann ein wunderschöner Strand mit einem umgefallenen Baumstamm und das Wasser hatte ein schönes Blau. Wie man sich das so optimal vorstellt. Nur das Wetter war bescheiden und stark bewölkt. Da wir geschwommen sind, war die Kamera natürlich nicht dabei. Dabei habe ich auch meine alten Flipflops verloren. Ich habe sie am Strand gelassen und als wir zurück waren, war Flut und die Flipflops woanders. Es war aber sowieso geplant die mal zu ersetzen, weil sie ziemlich ausgelatscht waren. Auf dem Meer konnten wir eine Wasserhose sehen und später am Abend hat es auch noch sehr stark geregnet. So konnten wir wenigstens in der Natur duschen und mussten nicht den Bottich benutzen. Auf der Insel habe ich dann auch eine Kokosnuss gekauft. Die hat auch nur 1/3 von der im Ujung Kulon Nationalpark gekostet. 
 
Um 3 Uhr wurden wir geweckt und um 4 Uhr ging es weiter mit dem Boot zum Vulkan, damit wir beim Sonnenaufgang da waren. Auf der Insel angekommen ging es durch einen Wald den Berg rauf. Es war relativ sandig, vereinzelt lagen Bomben rum (also vom Vulkan ausgeworfene Pyroklasten, siehe Foto unten). Einige Indonesier sind da barfuß rauf, ich war aber froh meine Wanderschuhe zu haben. Nach ein paar Metern hörte der Wald dann auf und es war nur noch steinig und sandig.
 
 
 
Leider konnten wir aus Sicherheitsgründen nicht bis zum Kraterrand. Es hat mächtig gedampft, aber mehr auch nicht, während unseres Aufenthalts. 
 
 

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