Reisen

Von Tokio aus auf den Fuji

Ursprünglich wollten wir am Tag vor meinem Geburtstag auf den Fuji steigen, allerdings war dies an einem Wochenende und da ist der Fuji immer gut besucht. Also verlegten wir unseren Ausflug auf den nächstmöglichen Termin, zu dem wir drei Schlafplätze erhielten: den 27. August, einen Montag. Und auch da war schon nicht mehr viel frei, so dass wir auf 3100m Höhe die Taishikan Hut über Fuji Mountain Guides buchten. Das kostet eine geringe Gebühr (pro Person 8 €), allerdings läuft alles bequem in englischer Sprache ab. Die Hütte mussten wir dann bar bezahlen. Von Sonntag-Montag kostet die Übernachtung mit Abendessen und Frühstück ¥8500 pro Person, also knapp 67 €.

Da wir ja nun nicht mehr mit dem Zug aus Hiroshima anreisten, buchten wir Bustickets von Shinjuku aus zur 5th Station auf knapp 2500m. Dies konnte man einen Monat vor dem gewünschten Termin tun und wir bekamen noch drei Plätze im Bus, der um 9:05 abfuhr. Die Rückfahrt buchten wir einen Tag später um 12:30 Uhr. Die Kosten dafür lagen bei ¥16.200, knapp 128 €.

Am Vorabend gingen wir Verpflegung kaufen und nochmal unsere Ausrüstung durch und stellten fest, dass wir die Stirnlampen vergessen hatten. Ich hatte meine Fenix-Taschenlampe dabei, allerdings hätte ich damit ja immer nur eine Hand frei gehabt. Also begann noch schnell die Recherche: wo bekommen wir in Tokio noch kurzfristig Stirnlampen. Wir fanden einen Verleih, der sich auf Fuji-Tourismus spezialisiert hatte und fuhren am nächsten Morgen schnell hin. Von alleine hätte man den Laden nicht gefunden. Ein fensterloser Raum im sechsten Stock eines Gebäudes in der Nähe des Bahnhofs. Am Fuji gab es eine Abgabestation, so dass wir hier nicht wieder hin zurück mussten. Passte also wunderbar in den Zeitplan! Entspannt ging es zum Busterminal am Bahnhof.

Die Fahrt dauerte knapp 2 1/2 Stunden. An der 5th Station war es sehr voll, wobei wir uns nicht sicher waren, ob alle Personen hier auch wirklich auf den Berg steigen wollten oder vom Gipfel kamen, oder manche auch einfach nur zur Station kommen und Fotos machen. Wir akklimatisierten uns eine Stunde an die Höhe und wanderten dann los. Unser Ziel war die 8th Station auf 3100m Höhe, wo wir unseren Schlafplatz reserviert hatten.

   

Gegen 16 Uhr gab es schon Abendessen. Fisch, Reis und Curry. Dazu grünen Tee. Man kann sich unterwegs auf den Stationen auch Getränke und Essen kaufen, allerdings ist dies deutlich teurer als in der Stadt.
 
Nach dem Essen legten wir uns hin und ruhten uns bis Mitternacht aus. Dann ging es gegen 1 Uhr weiter zum Gipfel, wo wir gegen vier Uhr ankamen. Es sind so viele Menschen unterwegs, dass man gar nicht wirklich schnell unterwegs sein kann und sich die Erschöpfung daher in Grenzen hält. Auf dem Gipfel waren es 3° C, aber wir waren kleidungstechnisch gut vorbereitet, im Gegensatz zu vielen anderen. Nach einer Stunde ging dann die Sonne auf und tausende Wanderer begannen zu fotografieren.
 
 
 
Wir machten uns kurze Zeit später wieder auf den Weg zur 5th Station. Den Abstieg bewältigten wir in drei Stunden und konnten dann unser Busticket von 12:30 auf 10 Uhr umbuchen, so dass wir viel früher als geplant wieder in Tokio ankamen. Unsere Stirnlampen konnten wir ebenfalls abgeben.
 
 
Es war eine sehr interessante Erfahrung, allerdings war es sehr voll. Ich will nicht wissen, wie es am Wochenende aussieht ...

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