Sport

Škoda Velotour 2017

Am 1. Mai nahm ich zum zweiten Mal an der Škoda Velotour teil. Letztes Jahr fuhr ich noch die 104 km lange Strecke, wählte in diesem Jahr jedoch die 80 km, da ich nach der letzten Tour ziemlich starken Muskelkater hatte. Eine Änderung zum Vorjahr war ebenfalls, dass man sich unterwegs bei der Streckenlänge spontan entscheiden konnte, unabhängig davon, wofür man sich angemeldet hatte.

Am Vortag des Rennens fuhr ich zum Best Western Hotel nach Eschborn, um die Startnummern abzuholen. Das geht auch kurz vor dem Rennen, aber ich wollte am Renntag nicht noch früher aufstehen, als ich es ohnehin schon musste. Das Rennen ging um 8:45 Uhr los und man konnte ab 7:30 Uhr in den Startbereich.

Am Hotel gab es am Vortag ab 15 Uhr eine Pastaparty. Bei Ausstellern wie bspw. „tacx“ konnte sich über neue Produkte rund um den Radsport informieren, oder sich mit anderen Fahrern unterhalten. Es gab auch eine mobile Werkstatt. Das Wetter war richtig gut (siehe Foto - das einzige, welches ich vom Event gemacht habe) und ich hatte die Hoffnung, dass es für den 1. Mai bei den 20% Regenwahrscheinlichkeit bleibt.

Am nächsten Morgen ging es dann sehr früh zur S-Bahn, in der –wie überraschend – sehr viele Rennräder unterwegs waren. Vor dem Startbereich traf ich noch zwei Arbeitskollegen, die die 110 km fahren wollten. Ich war in einem anderen Startbereich eingeteilt, aber da man sich immer in einen langsameren Startbereich eingruppieren darf, blieb ich bis zum Start mit ihnen zusammen. Der VDES hatte mich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 26-32 km/h angemeldet. Im Flachland kein Problem, aber hier wartete der Feldberg auf mich. Im Vorjahr bin ich da mit knapp 11,8 km/h hoch gefahren, aber in der Zwischenzeit habe ich ja gut trainiert und war durch die Einteilung angespornt, es auch zu schaffen.

Nach dem Start lief es auf dem Weg nach Frankfurt richtig gut. Die Uhr zeigte über 40 km/h an. Allerdings dachte ich mir, dass die zweite Hälfte des Rennens nicht so gut werden könne, wenn ich in dem Tempo weiter fahren würde. Ich reduzierte daher das Tempo ein wenig und konnte auf den ersten 40 km eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h erreichen. Das war allerdings auch der flache Teil der Strecke mit nur 106 m Höhenunterschied.

Schon im Startbereich sah ich die erste Person, die seinen Reifen wechselte. Auf den ersten 20 km hörte ich bei der zehnten Panne auf zu zählen. Zum Glück blieb ich von einem platten Reifen und Unfällen verschont. Leider sah ich selber einen schweren Unfall und der Rettungswagen überholte mich unterwegs öfter mit Blaulicht.

Die Strecke führt über Rödelheim, Hausen und Bockenheim zur Taunusanlage, an der alten Oper vorbei, nach Bad Homburg und Oberursel. Und dann auf den Feldberg.

Hier hatte sich das Feld schon etwas auseinander gezogen und man sah eine lange Schlange an Fahrern vor sich. Dieses Jahr schaffte ich den Aufstieg knapp drei Minuten schneller als im Vorjahr. Allerdings wusste ich dieses Jahr auch, was mich erwarten würde. Beim Anstieg nahm ich ein Gel von „PowerBar“ zu mir. Die schmecken zwar nicht sonderlich lecker, aber sie geben den benötigten Energieschub.

Kurz vor der Abfahrt hielten viele Fahrer an und zogen sich um. Ob sie Helfer hatten, oder die zusätzliche Kleidung die ganze Zeit mit sich getragen hatten, weiß ich nicht. Allerdings war auch ich anders als im Vorjahr ausgerüstet. Ich hatte eine lange Hose und eine Jacke an. Ich ärgerte mich jedoch, dass ich mein „Bufftuch“ vergessen hatte. Im Vorjahr hatte ich nicht damit gerechnet, dass es auf der Abfahrt so kalt wird. Auf dem Feldberg lag am 1. Mai 2016 jedoch auch noch Schnee. Dieses Jahr war das Wetter deutlich schlechter. Es fing kurz vor der Abfahrt auch noch an zu regnen.

Ich fuhr daher den ersten Teil der Abfahrt mit angezogener Bremse. Durchschnittsgeschwindigkeit 2016: 49,6 km/h; 2017: 29,9 km/h. Und ich fror. Meine Hände waren knallrot, ich war völlig durchnässt. Immerhin konnte ich fast bis ins Ziel rollen. Die Entscheidung, ob ich doch die 110 km fahren sollte, nahm mir das Wetter ab. In Schwalbach ließ ich mich dann einfach mal rollen und erreichte 63 km/h. In dem Segment zeigt Strava den Spitzenreiter mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 83,7 km/h an. Der ist aber auch Profi (und ein wenig verrückt).

Im Zielbereich konnte man sich mit Getränken, Energieriegeln und Obst versorgen. Der Stand mit Kaffee war am besten besucht. Ich ärgerte mich, dass ich weder Handtuch, noch Wechselkleidung im Rucksack dabei hatte. Dabei war es vorher ja bekannt, dass es höchstwahrscheinlich regnen sollte. So verbrachte ich gar keine Zeit mehr im Zielbereich, sondern fuhr direkt zur S-Bahn und nach Hause. Dort angekommen ging es direkt in die Dusche – und die tat richtig gut!

Was habe ich für den nächsten Wettkampf gelernt?

Ich freue mich schon jetzt auf die Škoda Velotour am 1. Mai 2018 und auf hoffentlich besseres Wetter!

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