Reisen

Lachse angeln auf dem Kasilof River

Lachse angeln in Alaska - das war der Impuls für die Reise. Monate vor dem Abflug informierten wir uns über Angelgebiete und Guides und entschieden uns am Ende für die Kenai-Halbinsel und für Jim Rusk, den wir auf Fishingbooker.com fanden. Ein Tag auf King Salmon für 200 $ pro Person war das Angebot. Wir buchten nicht über die Webseite, sondern fragten per Mail direkt an. Nach kurzer Zeit kam die Antwort, dass er an dem angefragten Tag mit uns angeln gehen könne und wir am besten mal kurz telefonieren sollten. Wir zahlten die Hälfte des Betrages mit der Kreditkarte an und sollten uns am Vorabend nochmal melden, um den Treffpunkt zu besprechen. Entweder sollten wir auf dem Kenai River oder dem Kasilof River angeln.

Aus Seward kommend, wählten wir die Diamond M Ranch in Kalifornsky als Campingplatz für zwei Nächte. Von hier riefen wir Jim via FaceTime an und er sagte uns, dass wir um 5 Uhr am Parkplatz hinter der Brücke in Kasilof sein sollten. Die Angelscheine mit Salmon Stamp (Aufpreis!) hatten wir uns schon in Seward besorgt.

Um 4:10 klingelte der Wecker, um 5 Uhr trafen wir Jim am Parkplatz. Die Temperatur betrug ganze 2 Grad Celsius und es waren ein paar Wolken am Himmel, so dass man sich nicht ständig in der Sonne wärmen konnte. Wir hatten Wintermützen und Handschuhe an und trugen mehrere Schichten Oberbekleidung.

  

In einem Willie Boat ging es auf den Fluss und von Spot zu Spot. An manchen Spots standen Angler mit Wathosen im Wasser, die ich wegen der Temperatur nicht beneidete. Wir sahen mehr Adler und Biber als Fische, aber den anderen Booten ging es ebenfalls so. Kein Biss. Als Köder verwendeten wir Rogen, wobei ich nicht sagen kann, ob es künstlicher war oder nicht, und Lachsblinker, um die noch Fischköder gebunden wurden.

Nach fünf Stunden dann bog sich endlich die Rute von Akito und wir holten die anderen zwei schnell Köder ein, damit sich die Schnüre nicht verhedderten. Nach fünf Minuten Drill war der erste King Salmon mit einem Gewicht von 12 Pfund im Kescher! Kurze Zeit später gab es bei mir die Anzeichen eines Bisses, aber es wurde nur am Köder geknabbert. Erik hatte später noch einen schönen langen Drill mit einem 20 Pfund schweren Lachs, der auch im Kescher landete. 

    

Nach 7 Stunden auf dem Wasser fuhren wir zum Anleger, wo das Aussteigen wegen der Ebbe eine ziemlich matschige Angelegenheit war. Jim filetierte noch die Lachse und fuhr uns zurück zum Startpunkt. Sein Truck wurde während wir am Angeln waren von einem Shuttle Service zum Anleger gebracht. Generell waren alle Boote an diesem Tag nicht so erfolgreich, aber es würde ja sonst Fische fangen heißen und nicht Angeln. Am Abend bereiteten wir eins der kleinen Filets zu und machten als Beilage Bratkartoffeln. Selten schmeckte Fisch so gut. Vorher kauften wir noch neues Eis, um den restlichen Fisch in der Kühlbox gut lagern zu können.

     

In Achorage brachten wir die restlichen Filets zu Alaska Sausage & Seafood, wo wir sie räuchern und im Vakuum verpacken ließen. Das kostete uns pro Pfund 6,95 $ und nochmal 10 $ für die isolierte Verpackung. Wir holten den Fisch dann am Abreisetag wieder ab.

 

Weitere Blogeinträge zur Reise

Impressum - Datenschutzerklärung