Reisen

Besuch bei Walsh Whiskey in Irland

Auf der vergangenen InterWhisky-Messe in Frankfurt traf ich erneut auf Conor, Markenbotschafter von Walsh Whiskey, die Writers´ Tears, sowie The Irishman vertreiben. Den Whiskey hatte ich schon im Vorjahr probiert und finde den Geschmack sehr angenehm mild. Ich nahm einen Flyer der Destillerie mit nach Hause und stellte fest, dass diese von Dublin aus mit dem Zug einfach erreichbar ist. Also wurde ein Besuch mit Alex geplant. Als Flüge für 99 € buchbar waren, schlug ich zu und flog im Januar wieder auf die Insel. Dublin zeigte sich von seiner besten Seite. Es regnete bis auf kurze Momente das gesamte Wochenende. 

Am Samstag machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Bahnhof Heuston Station, von wo aus wir nach Bagenalstown (oder auch Muine Bheag) fuhren. Die Fahrt dauerte etwas länger als eine Stunde. Die Tickets zogen wir am Bahnhof am Automaten und mit diesen muss man durch eine Schranke gehen, um zu den Zügen zu gelangen. Auf dem Rückweg muss man erneut mit dem Ticket durch die Schranke, um wieder in die Bahnhofshalle zu gelangen. 

Vom Bahnhof aus gingen wir eine halbe Stunde zu Fuß zur Destillerie. Per Mail habe ich vorher mit Woody, dem Tourmanager der Destillerie, zwei Plätze für uns reserviert. Insgesamt waren wir sechs Personen, was sehr angenehm war. Woody nahm sich viel Zeit und zeigte uns 100 Minuten lang die Produktionsstätte und erklärte uns die Prozesse. Sehr oft mussten wir dabei riechen und auch mal fühlen. Generell wird bei Walsh Whiskey vieles noch mit der Hand ausgeführt und nicht mit einem Computer gesteuert. 

    

Am Ende der Tour stand die Verköstigung. Je nachdem, welche Tour man gewählt hatte, gab es nun unterschiedliche Whiskeys. Ein Pärchen hatte die einfache Variante gewählt, eine Person war Fahrer, so dass wir am Ende zu Dritt die Whiskeys der Connoisseur´s Choice probierten. The Irishman Cask Strength, Writers´ Tears Cask Strength und The Irishman 17 Year Old Single Cask. Vom letzteren gibt es nur 600 Flaschen und in Deutschland ist er nicht erhältlich. Der Preis vor Ort betrug 100 € für eine Flasche. Persönlich hat er mir auch am besten geschmeckt, wobei alle sehr lecker waren. Nach dem ersten Probeschluck fügten wir wenige Tropfen Wasser hinzu, um weitere Aromen freizusetzen, allerdings schmeckte mit jeweils die Variante ohne Wasser besser. 

Auf dem Rückweg hatten wir noch eine Stunde Zeit totzuschlagen, also kehrten wir im Ort ins Pub ein. Bei einem Besuch in Irland muss es ja mindestens ein Guinness geben. Zurück in Dublin wollten wir eigentlich in das älteste Pub Irlands, welches allerdings voll war. Also gingen wir ins Steakhouse The Bull and Castle, um ordentliches irisches Rindfleisch zu essen. Ohne Reservierung bekamen wir noch Plätze an der Bar, was aber ziemlich interessant war, da man so mal eine ganz andere Sicht hat. Zur Vorspeise Knochenmark vom Kalb und im Anschluss Surf & Turf - danach war ich pappsatt. Das Restaurant ist absolut empfehlenswert. 

 

Später am Abend ging es noch mit Kollegen weiter in die Stadt zu Roberta´s, sowie in die Berlin Bar. Die Iren und alle, die es beruflich auf die Insel verschlagen hat, gehen gerne feiern und die Zeit verging wie im Flug. Eddie Rocket´s Burger und Milchshake verkniffen wir uns zum Abschluss. 

Nach dem Aufstehen dann die große Frage: wo sollen wir zum Frühstück hin? Da es schon Mittag war, gingen wir einfach bei Kokoro Ramen essen, um uns schon mal für den bevorstehenden Urlaub in Japan einzustimmen. Das Schälchen war deutlich größer als erwartet und wir bekamen zur Vorspeise noch Edamame geschenkt, so dass wir beim Nachtisch passen mussten. Auf dem Rückweg kamen wir noch bei einer Bäckerei vorbei, die sehr leckere Donuts im Schaufenster hatte, entschieden uns aber (leider) dazu, keine für später zu kaufen. Ein paar Stunden später hatten wir natürlich Hunger, machten uns aber nicht erneut auf den Weg in die Stadt. 

Da Alex noch eine Weile in Dublin bleiben wird, ist es nur eine Frage der Zeit bis zum nächsten Besuch. Es gibt ja auch noch eine ganze Menge zu sehen!

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